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Local SEO für Handwerk und Dienstleistung: fünf Schritte, die wirklich Anfragen bringen

Google-Unternehmensprofil, Standortseiten, Bewertungen, Verzeichnisse und Inhalte: die Reihenfolge, in der lokale Suchmaschinenoptimierung tatsächlich wirkt.

NRNoah RichterStrategie & Design
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7 Min. Lesezeit
Inhalt · 6 Kapitel
  1. 01Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen
  2. 02Eine Seite pro Leistung und Ort
  3. 03Bewertungen systematisch einsammeln
  4. 04Einträge konsistent halten
  5. 05Inhalte, die die echten Fragen beantworten
  6. 06Womit Sie rechnen sollten

Kurz gesagt

  • Der größte Hebel ist kostenlos: ein vollständig ausgefülltes Google-Unternehmensprofil mit exakt gewählter Kategorie, einzeln angelegten Leistungen, aktuellen Öffnungszeiten und echten Fotos.
  • Pro Leistung und Ort braucht es eine eigene Seite mit eigenem Inhalt – Textkopien mit ausgetauschtem Ortsnamen wertet Google ab.
  • Bewertungen wirken auf Ranking und Entscheidung: direkt nach dem Auftrag fragen, auf jede Bewertung antworten und niemals Bewertungen kaufen.
  • Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Google, Verzeichnissen und Social Media identisch geschrieben sein.
  • Die Reihenfolge zählt: Profil und Bewertungen wirken in Wochen, Standortseiten und Inhalte in Monaten.

Wer „Elektriker Nürnberg“ sucht, will nicht recherchieren. Er will telefonieren. Kaum eine andere Suchanfrage hat eine so hohe Absicht – und kaum ein Bereich wird von kleinen Betrieben so konsequent liegen gelassen.

1. Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen

Der größte Hebel ist kostenlos. Das Profil entscheidet darüber, ob Sie in der Kartenansicht auftauchen – dem Bereich, der auf dem Handy den halben Bildschirm einnimmt.

  • Kategorie exakt wählen – die Hauptkategorie entscheidet mit darüber, für welche Suchen Google Ihr Profil überhaupt für relevant hält.
  • Leistungen einzeln anlegen, nicht nur „Elektroarbeiten“.
  • Öffnungszeiten aktuell halten, inklusive Feiertagen.
  • Echte Fotos hochladen, regelmäßig. Aktuelle Bilder zeigen, dass es den Betrieb gibt und wie er arbeitet – Vertrauen vor dem ersten Anruf.
  • Fragen und Antworten selbst befüllen, bevor es jemand anderes tut.

2. Eine Seite pro Leistung und Ort

Eine einzige Seite „Leistungen“, auf der alles steht, rankt für nichts. Google braucht pro Suchbegriff eine Seite, die genau diese eine Frage beantwortet.

Wichtig: Standortseiten sind keine Textkopien mit ausgetauschtem Ortsnamen. Das erkennt Google und wertet es ab. Jede Seite braucht eigenen Inhalt – Referenzen aus dem Ort, Anfahrtszeiten, örtliche Besonderheiten.

3. Bewertungen systematisch einsammeln

Bewertungen wirken doppelt: auf das Ranking und auf die Entscheidung. Der Fehler ist fast immer derselbe – es wird nicht gefragt.

  1. 01Direkt nach dem Auftrag fragen, solange die Zufriedenheit frisch ist.
  2. 02Kurzlink zum Bewertungsformular vorbereiten, per WhatsApp oder QR-Code auf der Rechnung.
  3. 03Auf jede Bewertung antworten – auch und gerade auf kritische.
  4. 04Niemals kaufen. Gekaufte Bewertungen fliegen auf und kosten mehr, als sie bringen.

4. Einträge konsistent halten

Name, Adresse und Telefonnummer müssen überall identisch sein: Website, Google, Branchenverzeichnisse, Facebook. Abweichende Schreibweisen – einmal „Str.“, einmal „Straße“ – schwächen das Vertrauen der Suchmaschine in Ihre Daten.

5. Inhalte, die die echten Fragen beantworten

Sammeln Sie einen Monat lang die Fragen, die am Telefon gestellt werden. Was kostet das? Wie schnell könnt ihr kommen? Muss ich vorher etwas ausräumen? Jede dieser Fragen ist eine Seite oder ein Beitrag – und genau danach wird gesucht.

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Womit Sie rechnen sollten

Aus unserer Erfahrung: Ein sauber gepflegtes Profil zeigt nach einigen Wochen Wirkung, Standortseiten und Inhalte brauchen eher Monate. Wer Ihnen etwas anderes verspricht, verkauft Ihnen etwas anderes.

Häufige Fragen

Google nennt drei Faktoren: Relevanz, also wie gut ein Profil zur Suche passt, Entfernung zum Suchenden und Bekanntheit, zu der auch Links und Bewertungen beitragen. Vollständige und korrekte Angaben im Profil erhöhen laut Google die Chance, in lokalen Ergebnissen zu erscheinen. Eine bessere Platzierung kaufen kann man nicht.

Ja – und Sie sollten es tun, am besten direkt nach dem Auftrag mit einem Kurzlink oder QR-Code. Nicht erlaubt sind laut Google Bewertungen gegen Bezahlung oder Gegenleistung und das gezielte Einsammeln nur positiver Bewertungen. Fragen Sie also alle Kunden, nicht nur die zufriedensten.

Ein sauber gepflegtes Profil und neue Bewertungen zeigen in der Regel nach einigen Wochen Wirkung, Standortseiten und Inhalte brauchen Monate. Deshalb lohnt es sich, mit Profil und Bewertungen anzufangen. Wer Ihnen schnellere Ergebnisse verspricht, verkauft Ihnen etwas anderes.

Quellen

  1. [1]Google Unternehmensprofil-Hilfe: Lokales Ranking bei Google verbessern
  2. [2]Google: Richtlinien für nutzergenerierte Inhalte (Fake Engagement)
NR

Noah Richter · Strategie & Design, Society Outsiders

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